Costa - die Küste: Diese Tänze zeigen sehr deutlich den afrikanischen und spanischen Einfluss auf die peruanische Kultur, ohne dabei ihren indianischen Ursprung zu verlieren. Sie symbolisieren die Fruchtbarkeit der Erde und der jungen Menschen. Eng verbunden mit dem Ritual der Liebe drücken viele dieser Tänze Männlichkeit, Keckheit und Freude aus, wie z.B. der "Festejo" (ein Tanz afrikanischen Ursprungs, für den kräftige, abwechslungsreiche rhythmische Bewegungen charakteristisch sind. Hauptsächlich werden Schlaginstrumente in allen verschiedenen Varianten benutzt, was sich im Laufe der Zeit wenig geändert hat. Die meisten dieser Instrumente wurden improvisiert, da es den einfachen Menschen an Geld mangelte. So ist der berühmte "Cajón Peruano" entstanden, bekannt in ganz Südamerika. Viele Jahre später wurden die Seiteninstrumente miteinbezogen. Die Trachten bei den afro-peruanischen Tänzen sind sehr einfach, aber auch sehr bunt. Im Gegensatz dazu zeichnen sich die Tänze spanischen Ursprungs durch sehr elegante Kleider aus.

Sierra - das Andenhochland: Diese Tänze sind meistens indianischen Ursprungs. Sie symbolisieren religiösen Glauben und alte Bräuche, in denen die Menschen der Mutter Erde danken. Der Rhythmus ist manchmal melancholisch, wie zum Beispiel bei den "Yaravíes", aber oft auch sehr fröhlich, so z.B. der berühmte "Huaylarsh". Die Musikinstrumente unterscheiden sich von Ort zu Ort, die Blasinstrumente sind jedoch immer das zentrale Element: Indianische Flöte, Panflöte, riesige Meeresmuschel. Die Trommel kommt auch meistens dazu. Seiteninstrumente wurden erst im Laufe der Zeit miteinbezogen. Typisch für die Trachten ist die farbenprächtige und großzügige Vielfältigkeit der Kleidung, die von Dorf zu Dorf variiert und somit einen wahren nationalen Kulturschatz darstellt.
Info:Um zu den Tänzen in den einzelnen Städten zu gelangen, einfach auf den jeweiligen    auf der Karte klicken. - ¡Que te diviertas!